Pressemitteilung zur aktuellen Berichterstattung im Zusammenhang mit der Miss Germany 2013, Caroline Noeding

Pressemitteilung zur aktuellen Berichterstattung im Zusammenhang mit der Miss Germany 2013, Caroline Noeding (insbesondere Artikel in der Bild-Zeitung vom 1. April 2016 / Fernsehbeitrag in der Sendung „Brisant“ vom 1. April 2016)

In der aktuellen Berichterstattung, die offensichtlich auf Äußerungen der Miss Germany 2013, Caroline Noeding, beruht, wird der Eindruck vermittelt, Caroline Noeding habe in ihrer Amtszeit eine nicht angemessene Vergütung für ihre Auftritte erhalten und MGC verweigere nun eine Überprüfung der Caroline Noeding betreffenden Zahlungsflüsse. Selbst auf ein Urteil des Landgerichts Oldenburg hin habe ihr die MGC nur geschwärzte Kontoauszüge zukommen lassen, so dass sie nun per Vollstreckung ihre Rechte durchsetzen müsse, um die Rechnungslegung für ihre Tätigkeiten überprüfen zu können.

Der durch die in der Berichterstattung aufgegriffenen Behauptungen erweckte Eindruck ist falsch und daher wie folgt im Detail zu beanstanden und richtig zu stellen:

  1. Caroline Noeding hat bereits während ihrer Amtszeit als Miss Germany 2013 durchgängig – auch zur sachgerechten Erfüllung ihrer steuerlichen Verpflichtungen – monatliche Aufstellungen und Belege über ihre Einnahmen und Abrechnungen erhalten. Beanstandungen gab es von ihr während der Amtszeit zu keinem Zeitpunkt. Im Vorfeld und zur Vermeidung der Klage beim Landgericht Oldenburg sind ihr Anfang 2015 nochmals entsprechende Unterlagen zur Überprüfung der Rechnungslegung überlassen worden. „Handgeschriebene Rechnungen“ (Noeding zu Bild) gab und gibt es bei MGC nicht.
  1. Mit ihrer Klage verlangte Caroline Noeding zusätzlich und ausschließlich Auszüge eines Kontos „durchlaufende Posten Miss Germany“. Da hieraus auch Zahlungsverkehr anderer Miss Germanys ersichtlich war, sah sich MGC u.a. aus datenschutzrechtlichen Gründen gehindert, Caroline Noeding Einblick in diese Auszüge zu gewähren. Angeboten wurde ihr allerdings die Vorlage an einen zur Verschwiegenheit verpflichteten Berufsträger (z.B. Wirtschaftsprüfer), der den kompletten Auszug einsehen und in ihrem Sinne hätte prüfen können. Dies jedoch wurde von Caroline Noeding nicht akzeptiert. Von einer Verschleierungstaktik der MGC, wie die Berichterstattung vermuten lassen könnte, kann also keine Rede sein.
  1. Das Landgericht Oldenburg hat der Klage von Caroline Noeding nur teilweise stattgegeben und MGC verurteilt, Caroline Noeding die Kontoauszüge für einen ihre Tätigkeiten betreffenden Zeitraum vorzulegen, damit sie auch insoweit ihre Rechnungslegung überprüfen kann. Die Vorlage erfolgte seitens MGC bereits vor einer – üblichen – anwaltlichen Aufforderung umgehend nach Rechtskraft des Urteils. Schwärzungen darin bezogen sich ausschließlich (!) und für Caroline Noeding erkennbar (!) auf Zahlungsverkehr einer anderen (ehemaligen) Miss Germany, von der zur Zeit der Vorlage der Kontoauszüge keine Zustimmung zur Offenlegung vorlag. Der durch die Berichterstattung und die Äußerungen von Caroline Noeding im Interview in der Sendung „Brisant“ erweckte Eindruck, Caroline Noeding habe mit den ihr vorgelegten Kontoauszügen ihren (!) Zahlungsverkehr nicht nachvollziehen können und MGC habe zu ihrem Nachteil etwas verschleiern wollen, ist also offensichtlich falsch. Falsch ist auch, dass ein Vollstreckungsbescheid durchgesetzt worden sei (Bild). Richtig ist, dass ein entsprechendes Verfahren, in dem es ausschließlich um die vorgenannten Schwärzungen geht, von Caroline Noeding zwar angestrengt, aber bisher nicht entschieden worden ist.
  1. Eine kurze Rückmeldung von Caroline Noeding, dass sie mit den Schwärzungen nicht einverstanden sei, hätte im Übrigen genügt, um das Zwangsvollstreckungsverfahren zu vermeiden. Stattdessen hat sie direkt ohne jede Vorankündigung und Reaktionsmöglichkeit seitens MGC die Zwangsmaßnahme eingeleitet. Für MGC ist nicht nachvollziehbar, welche tatsächliche Absicht sie hiermit verfolgt.
  1. Eine Klage gegen MGC wegen „Mini-Gagen“ (so Bild) ist MGC nicht bekannt. Die Aussage, eine solche Klage sei gegen MGC „gewonnen“ worden, ist daher falsch.
  1. Soweit Caroline Noeding rückblickend mit ihren Gagen unzufrieden zu sein scheint, verweist MGC auf den mit ihr geschlossenen Vertrag, der auch eine Regelung der Gagen von Caroline Noeding beinhaltet und der von Seiten MGC eingehalten worden ist. Das im Bild-Artikel angedeutete Missverhältnis der Veranstaltergagen und der Gagen von Caroline Noeding (z.B. Pool-Champions – eine Gage wurde nur für Frau Noeding ausgehandelt und vertragsgerecht überwiesen –, Taufe Baby-Giraffe „Jamiro“ – insgesamt ohne Gage) gibt es nicht. Im Amtsjahr hatte Frau Noeding rund 80 Aufträge erhalten und absolviert. Darunter fielen auch Termine wie ein Charity-Talk zugunsten von UNICEF, ein Eagles-Charity Golf Turnier oder auch ein Termin zur Autoübergabe, an welchem Caroline Noeding ihr Siegerauto in Empfang nahm. Soweit im Vertrag festgehalten ist, dass Caroline Noeding auch unentgeltlich für Auftritte zur Verfügung stehe, betraf dies im Übrigen übliche PR-Maßnahmen oder Medienauftritte – für die MGC ebenfalls (naturgemäß) keine Gagen erhalten hat. Es ist uns darüber hinaus schleierhaft, mit welcher Miss Germany Caroline Noeding gesprochen haben will mit einem Erkenntnisgewinn, „es hätte wesentlich mehr bei (ihr) ankommen müssen“, so Caroline Noeding in Bild.

Seit über 50 Jahren ist die vertrauensvolle und faire Zusammenarbeit mit den Missen die Philosophie der MGC. Probleme, wie nunmehr mit Caroline Noeding aufgetreten, gab es bisher nicht. MGC bedauert diese Vorgehensweise von Caroline Noeding über Gericht und nun – über zwei Jahre nach Ende ihrer Amtszeit im Februar 2014 – auch über die Medien in Form einer ersichtlich einseitigen und tendenziösen Berichterstattung. Ungeachtet dessen versichert MGC gleichzeitig, bei Interesse von Caroline Noeding an einer konstruktiven Lösung dieses Spannungsverhältnisses zur Verfügung zu stehen.

 

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